Kostenlose HÄRTING Helpline zu Fragen rund um Corona bleibt offen

Mit den gestrigen Beschlüssen der Ministerpräsidenten dürfte die Zeit der Corona-Lockerungen erst einmal vorbei sein. Schlechte Nachricht für viele Betroffene, die aufgrund der Corona-Maßnahmen seit März 2020 nicht oder nur sehr eingeschränkt arbeiten können. HÄRTING hilft bis mindestens zum Jahresende mit einer kostenlosen Helpline.

Als wir am 16.3.2020 die HÄRTING Helpline begannen, ahnten wir nicht, was auf uns zukam. Da wir uns seit vielen Jahren mit der Eventbranche, mit Festivals, Messen, Tagungen und Kongressen, aber auch mit Kultur, Theatern, Musikern, Schauspielern, DJs, Clubs und Agenturen verbunden fühlen, war es für uns selbstverständlich, dass wir kostenlos mit Rat und Tat helfen. Schon in den ersten Tagen erreichten uns Hunderte Fragen, insgesamt haben wir mittlerweile mehr als 2.000 Anfragen beantworten können.

Trotz aller zwischenzeitlichen Lockerungen, sieht es für viele Betroffene nach wie vor finster aus. Hotels und Gaststätten sind zwar offen, haben jedoch mit teils dramatischen Umsatzrückgängen zu kämpfen. Clubs und Theater erhalten zwar - jedenfalls in Berlin dank des unermüdlichen Einsatzes von Kultursenator Klaus Lederer - viel finanzielle Unterstützung. Für die Clubs gibt es jedoch nach wie vor keinerlei Öffnungsperspektive, und Theater und Spielstätten dürfen meist nur einen Bruchteil ihrer Plätze verkaufen.

Ganz düstere Aussichten haben nach wie vor auch die vielen Künstler, Freischaffenden und "Solo-Selbstsändigen", die von Kultur, Veranstaltungen und Tourismus leben und im Kreativbereich tärtig sind. Niemand weiß, wie groß dieser Kreis ist. Es dürfte sich um mehrere Millionen handeln. Welcher Graphiker, Kameramann oder Veranstaltungstechniker ist heutzutage noch Angestellter? Die Politik hat die Betroffenen einst zum Schritt in die Selbstständigkeit ermutigt, ohne dass es eine funktionierende soziale Absicherung gab. In der Corona-Krise bleiben die Geldtöpfe für Solo-Selbstständige leer. Man verweist auf Hartz IV, jetzt immer schönfärberisch als "Grundsicherung" bezeichnet. Wer nach 30 Jahren selbstständiger Arbeit eine Wohnung zur Altersabsicherung gekauft hat, geht beim Jobcenter leer aus.

Womit können wir helfen?

  • Wir beantworten Fragen zu Hilfs- und Förderprogrammen, zur Überbrückungs- und Soforthilfe, Fragen zur Kurzarbeit und zu Steuerstundungen.
  • Wenn Gewerberäume aufgrund von Corona-Maßnahmen nicht genutzt werden können, kommt eine Mietminderung in Betracht. Erste Urteile zu diesem Thema sind in Kürze zu erwarten. Wir beantworten Fragen zu Mietzahlungen.
  • Betriebsschließungs- und auch Rechtsschutzversicherungen meinen oft, die Pandemie sei ein Grund, nicht zahlen zu müssen. Dieses Thema ist uns bereits dutzendfach begegnet. Es lohnt sich meist, hartnäckig zu sein und auf den (für teures Geld erworbenen) Versicherungsschutz zu bestehen.
  • Wir meinen, dass Gwerbetreibenden Entschädigungsansprüche gegen den Staat zustehen, wenn sie von Schließungen und anderen gravierenden Corona-Beschränkungen betroffen sind.
  • Die Corona-Verordnungen sind oft verwirrend formuliert. Wir helfen bei der Interpretation, wenn es etwa um die Frage geht, welche Veranstaltungen eigentlich noch erlaubt sind.
  • Derzeit werden wieder zunehmend Veranstaltungen abgesagt. Wir geben Rat bei der Interpretation von Verträgen und beantworten Fragen zu Ausfallhonoraren.

Wenn Ihr Fragen habt, schickt bitte eine Mail an corona@haerting.de mit einer Rückrufnummer. Wir melden uns rasch bei Euch.

30. September 2020