Veranstaltung: Agile Softwareprojekte - Segen oder Alptraum?

Gemeinsam mit dem SIBB und in Kooperation mit dem bevh findet am 22. April 2015 in unseren Räumen eine Veranstaltung zu den (rechtlichen) Herausforderungen agiler Softwareprojekte statt. Erfahrene Praktiker stellen agile Projektvorgehen aus Auftraggeber- und Auftragnehmersicht vor. Eingekleidet wird dies durch die Rechtsanwälte Dr. Martin Schirmbacher und Daniel Schätzle mit juristischem Hintergrund und Auswirkungen auf das agile Projekt einschließlich entsprechender Empfehlungen.

Zunehmend wünschen Auftraggeber eine agile Vorgehensweise bei der Umsetzung von Softwareprojekten. Dienstleister versprechen den Kunden deutlich bessere Ergebnisse bei agiler Vorgehensweise. Die Entscheidung hierfür zu Projektbeginn fällt leicht, da die Vorteile von „agil“ grundsätzlich gegenüber einem herkömmlichen Projektvorgehen nach dem Wasserfallmodell zu überwiegen scheinen. Zudem hört sich „agil“ modern an.

Doch eine agile Vorgehensweise passt nicht immer. Nicht selten werden agile Softwareprojekte zu einem Alptraum für beide Seiten, wenn Zeit und Kosten den jeweils vorgestellten Rahmen sprengen und ein fertiges Produkt nicht absehbar ist. Schnell stellt sich dann die Frage, was eigentlich genau vereinbart beziehungsweise rechtliche geschuldet ist. Häufiger kommt es dabei zu der Erkenntnis, dass die Vertragsparteien unterschiedliche Vorstellungen haben, was eigentliche „agil“ bedeutet. Die gegenseitigen Schuldzuweisungen beginnen. Im schlimmsten Fall stellt sich heraus, dass ein agiles Vorgehen gar nicht das richtige Vorgehensmodell war.

Um deratige Situation zu vermeiden, müssen sich Auftraggeber und Dienstleister bereits vorab im Klaren sein:

  • verstehe ich als Auftraggeber die Natur eines agilen Projektvorgehens?
  • was sind die rechtlichen Folgen eines solchen Vorgehens? Wer schuldet was?
  • was ist in einem schrifltichen Vertrag wie festzuhalten?

Die Veranstaltung bietet hierzu verschieden Blickwinkel auf ein agiles Projektvorgehen, erläutert von erfahrenen Praktikern:

  • Andreas Geisler und Sebastian Ullmann von der Artkolchose GmbH bieten das Angebot und die Darstellung einer agilen Vorgehensweise aus Sicht von Dienstleistern
  • Rene Otto erläutert die Bedenken gegen „agil“ aus Auftraggebersicht, die er als Projektleiter verschiedenster agiler Projekte häufig erlebt hat
  • Die Rechtsanwälte Dr. Martin Schirmbacher und Daniel Schätzle erläutern die juristischen Hintergründe und Auswirkungen auf das agile Projekt einschließlich entsprechender Empfehlungen

Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit zu Fragen und Diskussionen sowie zum gegenseitigen Austausch bei kleinen Snacks und Getränken.

Zu der Veranstaltung sind Auftraggeber genauso willkommen wie Anbieter im Bereich agiler Programmierungs-Leistungen.

Datum: 22.4.2015
Zeit: ab 17 Uhr
Ort: Chausseestr. 13
Anmeldung per E-Mail an jens.moericke@sibb.de

 

Die Veranstaltung findet in unseren Räumen statt und wird zusammen mit dem SIBB und in Kooperation mit dem bevh organisiert.

26. März 2015