Interview mit Maria Lindinger, Geschäftsführerin und Gründerin von twago -
Die Firma Bejali Internet GmbH & Co. KG und deren Vermittlungsplattform twago.de werden von HÄRTING rechtlich betreut. HÄRTING entwickelte die AGB und kümmert sich erfolgreich um alle markenrechtlichen Belange.
Frau Lindinger, twago hat es geschafft, in kürzester Zeit die Nr. 1 in Deutschland zu werden wenn es um die internationale Vermittlung von hochwertigen Dienstleistungen über das Internet geht. Was genau ist das Konzept von twago?
twago revolutioniert in Deutschland die Suche und Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern & Freiberuflern: Kunden stellen auf twago.de Ihre Projektanfrage ein, erhalten konkrete Angebote von Dienstleistern aus Deutschland oder international und entscheiden sich frei, wen Sie gemäß Ihren Anforderungen beauftragen möchten. Vermittelt werden Programmier-, Grafik- und allgemeine Unternehmensdienstleistungen - Services, die „remote“ ausgeführt werden können.
Durch ausführliche Unternehmensprofile, Projekthistorie der Anbieter und Statusberichte sorgt twago für die nötige Transparenz und sichere Abwicklung. Finanziert wird twago über Gebühren der Service-Anbieter und optionale Zusatzdienste wie persönliche Beratung.
Welche Unternehmen zählen zu Ihren Kunden?
Vor allem Start-Ups, kleine und mittelständische Firmen nutzen twago – für Ihre internen Projekte oder für Kundenprojekte. 2009 konnten wir zwei Anfragen von Siemens gewinnen und ein EU-gefördertes Softwareprojekt mit mehreren 10.000 Euro Volumen. Am meisten nachgefragt werden Programmierdienste, gefolgt von Logoentwürfen und Übersetzungen.
Unser Fokus liegt klar auf Geschäftskunden: bei uns findet man einen einzelnen Freiberufler ebenso wie Service-Firmen mit 1200 Mitarbeitern, die Großprojekte verwirklichen können. Kunden können Ihre Anfrage je nach gewünschter Vertraulichkeit nur bestimmten Service-Anbietern zugänglich machen und notwendige Vertraulichkeitserklärungen beifügen.
Warum wird twago Ihrer Meinung nach in Deutschland so gut angenommen?
Aus meiner täglichen Interaktion mit Kunden schätzen die meisten den klaren Kostenvorteil bei hoher Qualität der Anbieter: im Gegensatz zu den meisten Zeitarbeitsfirmen ist unsere Vermittlung für Kunden kostenlos. Desweiteren bewerben sich mehrere Anbieter um ein Projekt und der Kunde erhält eine Transparenz über faire Marktpreise.
Kommen für ein Projekt auch Anbieter aus Ländern mit niedrigerem Lohnniveau in Frage, erzielen Kunden bis zu 60% Einsparungen bzw. erreichen mit Ihrem Budget mehr als geplant.
Zudem reagieren die Anbieter sehr schnell. In einem Fall dauerte es von der dringenden Anfrage bis zur Auftragserteilung nur 100 Minuten, ein paar Tage später waren Webseite und Logo professionell überarbeitet.
In punkto Qualität bewerteten Kunden die Zusammenarbeit mit unseren Service-Anbietern im Durchschnitt bisher mit 4,83 von 5 möglichen Punkten, was einer Note von „Sehr gut“ entspricht. Für uns führt das zu einer erfreulich hohe Rate an „Wiederholungstätern“.
Wenn sie heute zurückblicken - Was waren die größten Schwierigkeiten, die Sie bei der Gründung von twago hatten?
Ganz operativ wollten wir zu Beginn vieles leasen statt kaufen: ein gut gemeinter Ratschlag an Gründer, der allerdings an der Realität scheiterte – in Frage kommen dafür oft nur über 2 Jahre alte Firmen. Auch von „Gründerdarlehen“ über unsere Hausbank mussten wir uns schnell verabschieden. Als Dienstleistungsfirma brachten wir nicht genügend Assets mit.
Richtig spannend war die erste Zeit unserer Betaphase: wir sind ausgerechnet im Ferienmonat August live gegangen. Aus dem Sommerloch heraus schnell in eine kritische Masse zu kommen, war daher deutlich härter als gedacht.
Frau Lindinger, vielen Dank für das Gespräch!
02. Februar 2010 Ansprechpartner:
Alexander Görlich Kommunikation
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