03. Sind IP-Adressen personenbezogene Daten?
Die Datenschutzrechtler gehen ganz überwiegend davon aus, dass statische IP-Adressen personenbezogene Daten sind, da sie einen bestimmten Nutzer zuzuordnen sind. Bei dynamischen IP-Adressen ist streitig, ob die Adressen lediglich für den Access Provider (der die Adresse zuordnen kann) ein personenbezogenes Datum darstellt oder ob man generell davon ausgehen kann, dass auch dynamische IP-Adressen als personenbezogene Daten anzusehen sind.
Problem: Das Datenschutzrecht fordert für die Personenbezogenheit von Daten, dass die Person, der die Daten zuzuordnen sind, ohne übermäßigen Aufwand „bestimmbar“ ist. Wer nicht als Provider unmittelbaren Zugriff auf die Zuordnung der IP-Adressen zu bestimmten Nutzern hat, hat keine realistische Möglichkeit, die Identität des jeweiligen Nutzers anhand der IP-Adresse festzustellen. Dies spricht dafür, IP-Adressen - ob statisch oder dynamisch – nur im Ausnahmefall als personenbezogene Daten anzusehen.
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